Volcanic Tour in Indonesia

Fotoreise von 12.05.10 – 05.06.10 mit Fotoreisen.ch

Mit dem Boot sind wir zum berühmten Vulkan Krakatau gefahren. Der Vulkan ist im Jahre 1883 ausgebrochen und hat eine 40 Meter hohe Tsunami Welle ausgelöst.
Bis nach Australien “Perth” hörte man die Explosion. Informationen gibt es hier

Zusätzlich zum Reisebericht habe ich noch eine Slideshow erstellt mit Musik

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Bei der 50km langen Bootsreise zu dem Vulkan Krakatau stieg andauern die Wasserkühlung aus. Der Wellengang wurde immer höher und höher. Bei den einen setzte das schaukeln merklich zu. Wir beschlossen nach ca. 20 km um zudrehen weil es auch schon eindunkelte.
Bei der Rückreise bin ich am Bootsteg auf eine Betontreppe gefallen und danach ins Meer geflogen. Bei der Aktion habe ich meine Kamera geschrottet und 4 Objektive mit Wasser gefüllt. Zum Glück habe ich jeweils eine Reservekamera dabei, allerdings kann ich nur noch ein Objektiv verwenden. Ein freundlicher Reiseteilnehmer hat mir glücklicherweise seine Nikon Backup Kamera geliehen mit der ich auch Weitwinkel Aufnahmen machen kann. Vielen Dank an Urs.
Im Hotel versuche ich meine Objektive zu entwässern während Kathrin gleichzeitig meine zugezogene Schürfung am Rücken desinfiziert und mit Pflaster verklebt.

Am nächsten Tag entscheiden wir uns mit den Schnellbooten zum Krakatau zu fahren. Das Meer liegt ruhig und auch das Wetter ist schön. Die Fahrt ist kein Vergleich zum Vortag und vergeht im Flug. Beim Anak Krakatau angekommen hat es schon ein paar Leute, da wir Zelten wollen und allein sein möchten fahren wir zum gegenüber liegendem Rakata. Auf der Insel begrüssen uns 1,2 Meter lange Warane. Die Echsen stören sich nicht an uns und schauen auch mal näher an unserem Camp vorbei.
Der Strand ist sehr schön und wir erkunden sofort unser Gebiet mit den Kameras. Am Nachmittag erklimmen wir den Anak Krakatau. Leider kann man nur auf 165 Meter hoch gehen, im oberen drittel ist es zu gefährlich. der Vulkan ist noch aktiv und es steigen heisse Schwefelwolken empor.

Zur Abkühlung lädt das Meer ein und man fühlt sich gleich wieder wie neu geboren.

Am Abend beim Nachtessen wechselt urplötzlich das Wetter. Wir schaffen es noch knapp das Essen wegzuräumen da fängt es schon wie aus Kübeln an zu regnen.
Wir verziehen uns in die schützende Zelte. Das Zelt von Andreas hält dem Winddruck nicht stand, der arme muss das Wasser Kübelweise aus dem Zelt schippen 🙂
Nach dem Sturm geniessen wir die Stimmung und reden beim Bier über allerlei Sachen. In der Nacht ist es sehr feucht und heiss, ich liege fast nackt auf dem Zeltboden und schlafe ein. Am Morgen schmerzt mir der Rücken (hätte ich doch nur eine Matraze mitgenommen)

Das Wetter wird zunehmend schlechter und die Wellen wieder bedrohlich hoch. Wir schaffen es noch mit kleinen Blessuren in das Boot zu springen. Das Gepäckboot muss noch beladen werden. Unsere Helfer meistern das sehr gut, das Boot steht manchmal fast 75° aus den Wellen aber alles Gepäck kommt mehr oder weniger trocken auf das Boot.
Bei der Heimreise sind die Wellen mindestens 5 Meter hoch, geschickt steuert unser Bootsmann das Schiff über die Wellen. Als wir sehen dass sogar die lokalen Leute eine Schwimmweste tragen, müssen wir nicht lange überlegen um es ihnen gleich zu tun. Safety first

Zum Vulkan Papandyan

Nach einer sehr langen Fahrt (12 Stunden) wegen Stau, kommen wir in Papayandero an. Schnell wird etwas kleines gegessen und das Bett aufgesucht. Wir sind sehr müde von der langen Fahrt.
Am Morgen kurze anfahrt zum Vulkan.

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Wir sind den ganzen Tag auf dem Vulkan und wandern 2 Stunden an diversen kleinen Kratern vorbei. Den beissenden Schwefelrauch spürt man schon in den Augen
und ab und zu muss auch mal gehustet werden.

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Wie aus heiterem Himmel kommt uns ein Motoradfahrer entgegen. Wir staunen nicht schlecht und wundern uns warum dieser gerade hier über Stock und Stein fährt.
Unser Guide Don, der übrigens Vulkanologe ist und in der Schweiz Geologie studiert hat sagt, dass die Leute über den Vulkan fahren weil dies der schnellere Weg ist als unten herum. Wir glauben das mal und staunen weiter zumal die Motorräder auch noch nicht zu knapp beladen sind.

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Die Weiterreise bewältigen wir mit dem Zug. Von Bandung nach Yogyakarta

Die Zugfahrt dauert 8 Stunden, wir stehen sehr früh auf (04.15) um nach Bandung zu fahren. Die Zugfahrt ist sehr angenehm und erholsam.
Wir sind im hintersten Wagen und können während der Fahrt die beiden hinteren Türen aufmachen damit man den Fahrtwind spürt und auch
die sehr schöne Gegend geniessen kann. Bei den kleinen Stopps die der Zug macht kommen Frauen vorbei um Kleinigkeiten zu verkaufen.
Don kauft für jeden eine kleine Landkarte die er später dann mit unserer Reiseroute versehen will.
Vom Bahnhof fahren wir mit Rikschas in das Hotel. Die Fahrer müssen gewaltig in die Pedale treten, hat doch jeder sein schwerer Fotorucksack mit dabei.

Borobudur (Wiki)

Die Tempelanlage liegt in einer sehr malerischen Landschaft. Damit wir den Sonnenaufgang erleben können müssen wir um 03.30 aufstehen.

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Wir können 30 Minuten vor dem offiziellen Öffnungstermin in die Anlage rein. Für uns ist das sehr gut, unten beim Parkplatz stehen schon
10 Reisebusse mit unzähligen von Touristen die uns in das Bild stehen wollen 🙂

Der rauchende 2800 Meter hohe Merapi Vulkan ergibt ein tolles Postkartenbild
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Ein Indonesischen Fernsehteam filmt mich wie ich an meiner Kamera hantiere. Danach fragt sie mich noch aus woher ich komme, warum wir soviel
Fotozeugs dabei haben, wie es uns gefällt in Indonesien.
Die Leute rund um uns herum interessiert es auch und gucken gespannt zu. Danach wollen auch sie auf ein Gruppenfoto mit dem weissen Tourist 🙂

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Es ist bereits am Morgen früh schon sehr heiss, wir gehen am 8.30 wieder auf den Heimweg wenn die ersten „normalen″ Touristen eintreffen.
Unterwegs legen wir noch ein Stopp ein um den Vogelmarkt zu sehen. Hier wird allerlei Getier verkauft, leider haben es die Tiere nicht sehr schön und müssen
den ganzen Tag im engen Käfig direkt an der Sonne ausharren. Mir tun die jungen Katzen und Hunde extrem leid. Am liebsten hätte ich sie freigelassen.

Eine Frau verkauft lebende Ameisenlarven die sie direkt auf der Ladentheke züchtet. Ich unterhalte mich ein wenig mit ihr und einem Kunden der gerade
ein Säcken Larven kauft. Sie erklären dass die Larven als Vogelfutter dienen.
Die Ameisen kriechen überall herum, die Verkäuferin findet es lustig dass ich mich so interessiere für die Tierchen.

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Mit den Körben werden die Larven von den Ameisen getrennt.

Ein Stand weiter schaut uns eine ältere Dame zu, ich frage sie für ein Foto, mit einem Lächeln willigt sie ein, aber nur wenn ich ihr danach auch
das Foto zusende. Sie schreibt in einer für mich unleserlichen Schrift die Adresse auf. Zum Glück kann es Don entziffern.
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Am Mittag ist ausruhen angesagt was wir auch dringend nötig haben. Im Hotel hat es free WiFi was von uns auch rege genutzt wird.

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